tree-wood-140567

Ressourceneffizienz

  • Energieintensität
  • Stickstoffbilanz
  • Phosphorbilanz
  • Kaliumbilanz

Energieintensität

Bei der Photosynthese – dem Energiebindungsprozess in der pflanzlichen Primärproduktion – wird Strahlungsenergie der Sonne absorbiert und in energiereichen organischen Substanzen gespeichert. Gleichzeitig wird im Produktionsprozess „moderner“ Anbausysteme fossile Energie eingesetzt. Hierbei werden zwei wesentliche Bereiche unterschieden:

  • der direkte Energieeinsatz (Kraftstoffe, Brennstoffe, Strom) innerhalb der Systemgrenze „Betrieb“, d.h. der Einsatz unmittelbar im Produktionsprozess zur Verrichtung von Arbeit
  • der indirekte Energieeinsatz (Dünge- und Pflanzenschutzmittel, Maschinen und Geräte) in Vorleistungsbereichen (Industrie, Handel, Transportwesen)

Die Einbeziehung des indirekten Energieeinsatzes stellt eine Internalisierung jener Energiemengen dar, die zur Durchführung von Produktionsverfahren außerhalb des zu untersuchenden Betriebssystems eingesetzt werden. Energiebilanzen sind überwiegend auf den Primärenergieeinsatz bezogen; alle in den Bereitstellungsprozess einfließenden Energieträger werden hierbei im Ansatz berücksichtigt.
Mit der Intensivierung in der Landwirtschaft stiegen über Jahrzehnte die Energieaufwendungen für Dünge- und Pflanzenschutzmittel, Maschinen und Geräte, zugleich erhöhten sich die Erträge deutlich. Hieraus ergab sich die Frage nach der Entwicklung eines Indikators zur Beurteilung der Energieeffizienz bzw. -intensität.
Die Energieintensität steht in engem Zusammenhang zur Betriebsstruktur (Anbauverhältnis, Tierbesatz), zum Intensitätsniveau (Einsatz direkter Energie), zum Stoffhaushalt (Mineral-dünger-, Futterzukauf), zum Ertrags- und Leistungsniveau sowie zur Verfahrensgestaltung (Arbeitsgänge, Maschinenbestand). Dieser Zusammenhang erlaubt die Nutzung zur Beschreibung der Umweltwirkungen der Landwirtschaft. Erforderlich ist die Einbeziehung des direkten (Kraftstoff, Dünger) und indirekten (Produktion der Betriebsmittel als Vorleistung) fossilen Energieeinsatzes, der innerbetrieblichen Energieflüsse und der Energieabfuhr.

Stickstoffbilanz

Informationen zu diesem Thema finden Sie hier.

Phosphorbilanz

Informationen zu diesem Thema finden Sie hier.

Kaliumbilanz

Mit der Bewertung des Kaliumhaushaltes wird der zentralen Rolle dieses Hauptnährelements im landwirtschaftlichen Produktionsprozess Rechnung getragen. Ziel ist es, eine ausreichende Versorgung der Pflanzenbestände zur Sicherung der Ertragsleistung und Qualität zu gewährleisten. Unter Berücksichtigung der pflanzenverfügbaren Bodengehalte und spezifischen Standortbedingungen ist langfristig einem Verlust der natürlichen Bodenfruchtbarkeit durch Unterversorgung entgegen zu wirken. Zusätzlich wirkt sich Kaliummangel negativ auf die N-Aufnahme der Pflanzenbestände und somit indirekt auf den Einfluss dieses Nährstoffes auf Produktionsprozess und Umwelt aus.
Der Nährstoffsaldo steht in enger Beziehung zur Landwirtschaft und ist durch landwirtschaftliche Maßnahmen beeinflussbar. In der Bilanz und im Saldo spiegeln sich u.a. die Struktur (Tierbesatz, Fruchtfolge), die Intensität (Dünger-Einsatz) und die Verfahrensgestaltung direkt oder indirekt wider. Alle Maßnahmen, die ertragsrelevant sind, beeinflussen zugleich die Nährstoffentzüge der Kulturpflanzen.
Die Datenverfügbarkeit kann als gut bis sehr gut eingeschätzt werden, da alle Eingangsdaten einschließlich der Ergebnisse der Bodenuntersuchung (nach Düngeverordnung im Abstand von höchstens 5 Jahren) in Ackerschlagkarteien geführt werden. Die Kaliumbilanz ist leicht reproduzierbar und gut in Modellen einzubinden.