Klimawirkungen
Emission von Treibhausgasen
Die Landwirtschaft steht in einem dauernden Spannungsfeld zwischen erforderlichen Produktionssteigerungen und der Beeinflussung ihrer biotischen und abiotischen Umwelt. Besonders deutlich wird dieses Wechselspiel bei der anthropogen verursachten Klimaveränderung. Mit einem weltweiten Anteil von ca. 15 % ist die Landwirtschaft hieran nicht unerheblich beteiligt. Landnutzungsänderungen führen zu abnehmenden Boden-C-Vorräten und zur Freisetzung langfristig gebundenen Kohlendioxids (CO2). Durch den stetig steigenden Verbrauch fossiler Energieträger werden große Mengen CO2 emittiert. Der Einsatz mineralischer und organischer Stickstoffdünger hat Lachgasemissionen (N2O) zur Folge. Schließlich entstehen durch die Viehhaltung und Lagerung von Wirtschaftsdüngern Methanemissionen (CH4). In Ausrichtung seiner Betriebs- und Anbaustruktur sowie Produktionsintensität nimmt der Landwirt hierauf Einfluss und kann auch einen Beitrag zur Minderung des Treibhausgasausstoßes leisten. Veränderte Produktionsverfahren ermöglichen eine Reduzierung des direkten Energieeinsatzes. Der Anbau nachwachsender Rohstoffe trägt zur Substitution fossiler Energieträger bei. Letztlich kann die Landwirtschaft durch angepasstes Bewirtschaftungsmanagement (Fruchtfolgen, Bodenbearbeitungsintensität) zur langfristigen CO2-Speicherung in Böden beitragen.