Software Repro

Struktur

Im Aufbau werden drei Arbeitsbereiche unterschieden:

  1. Bewirtschaftungssystem
  2. Analyse
  3. Bewertung

Innerhalb der jeweiligen Arbeitsbereiche sind weitere Gliederungspunkte vorhanden, die thematische Einheiten zusammenfassen.

Die folgende Abbildung verdeutlicht diese Struktur:

Repro Struktur

Bewirtschaftungssystem

Im Arbeitsbereich 1 – Bewirtschaftungssystem sind die wesentlichen Informationen des Betriebs abgelegt. Hier werden die Betriebsstruktur, Bewirtschaftungsmaßnahmen und -intensitäten sowie die Standortdaten verwaltet. Es ist die zentrale Modellkomponente, auf der alle weiteren Analysen basieren. Zur Vereinfachung der Dateneingabe ist das Programm zusätzlich mit Funktionen zum Datenaustausch ausgestattet.

Standort

Der Teilarbeitsbereich 1.1 – Standort enthält eine Schlagverwaltung mit Schnittstellen zu GIS und grafischen Darstellungsfunktionen. Informationen zum Boden (Bodenart, Ackerzahl), der Größe und der Hofentfernung der Schläge werden teilschlag- und jahresbezogen erfasst. Standortdaten sind für nahezu alle Modellberechnungen erforderlich; jedoch benötigen einzelne Module spezifische Eingangsdaten. Die Berechnung der potenziellen N-Verluste mit dem Sickerwasser (Modul N-Umsatz) erfordert beispielsweise Boden- und Wetterdaten, die eingegeben, über eine Schnittstelle importiert oder für definierte Boden-Klimaregionen aus den Stammdaten bereitgestellt werden können. In den Stammdaten sind Modellparameter, Algorithmen und Grunddaten (z.B. Zusammensetzung von Düngern, Wirkstoffe von Pflanzenschutzmitteln etc.) abgelegt, die den Nutzer unterstützen. Diese Daten sind erweiterbar und können durch autorisierte Nutzer editiert werden.

Pflanzenbau

Die kleinste Untersuchungsebene im Pflanzenbau (Arbeitsbereich 1.2.) ist der Teilschlag, die darauf angebaute Fruchtart und Sorte bzw. die erzeugten Produkte.

Tierhaltung

Für die Tierhaltung (Arbeitsbereich 1.3) sind es die Stallbereiche bzw. Herden. Daten zur Tierhaltung werden nach Tierarten und Produktionsrichtungen, Altersklassen und Leistungsgruppen differenziert erfasst und verwaltet. Der Futterbedarf wird leistungsabhängig (Milchmenge, Tageszunahmen, Eier pro Jahr) entsprechend der Weide- bzw. Stallhaltung berechnet. In Abhängigkeit von der Fütterung werden Anfallmenge und Inhaltsstoffe der organischen Wirtschaftsdünger berechnet. Die Nährstoffverluste werden anhand des Stallsystems (Fest-, Flüssigmist) und des Düngemanagements (Lagerungsbedingungen) bestimmt.

Stoffkreisläufe

Unter dem Menüpunkt 1.4 – Boden-Pflanze-Tier werden die Stoffkreisläufe auf der Betriebsebene bilanziert. Diese verdeutlichen die Stoffströme (z.B. Vernetzung: angefallene Wirtschaftsdünger der Tierhaltung werden im Pflanzenbau eingesetzt), relevante Verlustpfade und die Relationen zwischen eingesetzten Mitteln und produzierten Gütern. Neben der tabellarischen Darstellung der betrieblichen Bilanzierungs- und Simulationsergebnisse können alle Ergebnisse grafisch, in Form von betrieblichen Nährstoffkreisläufen, dargestellt werden. Derzeit sind solche Analysen bezogen auf die Hauptnährstoffe (N, P, K), Trockenmasse (TM), Getreideeinheiten (GE) sowie für Kohlenstoff durchführbar.

Analyse

Aufbauend auf den erfassten Informationen werden im Arbeitsbereich 2 die vom Betrieb ausgehenden Wirkungen auf die abiotische und biotische Umwelt analysiert, Aussagen zur Ökonomie (Deckungsbeiträge der Betriebsbereiche Pflanzenbau und Tierhaltung) und zur Qualität erzeugter Produkte getroffen. Im Bereich der Umweltwirkungen kommen dazu verschiedene Methoden und Indikatoren zur Anwendung.

Bewertung

Im Arbeitsbereich 3 erfolgt die Gesamtbewertung des Betriebes. Dazu ist es erforderlich, die auf unterschiedliche Art ermittelten und in verschiedenen Maßeinheiten angegebenen Indikatoren vergleichend zu betrachten. Hier finden so genannte Bewertungsfunktionen Verwendung. Diese gestatten die Überführung der Indikatorenwerte mit unterschiedlichen Maßeinheiten in dimensionslose Werte zwischen 0 und 1. Der normalisierte Wert 0 ist die ungünstigste (nicht nachhaltige Bewirtschaftung), 1 die günstigste Situation (nachhaltige Bewirtschaftung). Die Indikatoren können anschließend gewichtet und zu einem Gesamtindex zusammengefasst werden. Die Vorteile dieses Verfahrens bestehen darin, dass unterschiedliche Kennzahlen aggregierbar sind, eine hohe Transparenz der Bewertung sichergestellt wird und sich die Bewertungsergebnisse als Netzdiagramm anzeigen lassen. Dabei können zum Beispiel betriebliche Kennzahlen mit standortbezogenen Zielwerten verglichen werden. Darüber hinaus sind Betriebsvergleiche sowie die zeitliche Betrachtung der betrieblichen Entwicklung als Auswertungsmöglichkeiten gegeben.